Mediation ist ein Verfahren zur außergerichtlichen Lösung
von Konflikten, das in Deutschland zunehmend von Unternehmen nachgefragt
wird. Dabei unterstützt der Mediator die Parteien als neutraler
Vermittler, um miteinander in ein konstruktives Verhandeln einzutreten.
Die Parteien eines Konflikts entscheiden in der Mediation selbst über
Lösungen des Konflikts. Sie werden dabei - und das ist das
Entscheidende - vom Mediator aktiv unterstützt.
Diese aktive,
besondere Form der Unterstützung besteht in der Fähigkeit
des Mediators zur strukturierten Verhandlungsführung.
Dadurch werden emotionale Blockaden gelöst, die Parteien
kommen wieder miteinander ins Gespräch. Der Mediator ist
darin geschult, Fragen so zu stellen, dass deutlich wird, wo
die eigentlichen
Probleme und auch die wirklichen
Interessen der Parteien liegen. Durch
Kommunikation werden Lösungen möglich.
Der Mehrwert dieser Lösungen ist für die Beteiligten beträchtlich.
Die Lösungen sind flexibler. Sie sind den individuellen
Bedürfnissen
der Beteiligten angepasst und werden ausschließlich von
Ihnen selbst vereinbart. Der Zeitplan wird selbst bestimmt. Die
Kosten sind vorhersehbar, weil in der Regel nach Stundensätzen
der Mediatoren abgerechnet wird.
Mediationsverfahren zeichnen
sich durch folgende Kriterien aus:
Eigenverantwortlichkeit: die
Parteien entwickeln die Lösung selbst.
Freiwilligkeit: die
Beteiligten entschließen sich bewusst zur Teilnahme, ihnen
steht der jederzeitige Abbruch frei.
Informiertheit: Entscheidungen
der Parteien werden auf der Grundlage aller notwendigen Informationen
getroffen.
Vertraulichkeit: die Beteiligten und die Mediatoren
verpflichten sich zur Vertraulichkeit.
Ergebnisoffenheit: das
Ergebnis eines Mediationverfahrens wird nicht vorgegeben, sondern
im Verlaufe des Verfahrens von allen Beteiligten selbst festgelegt.
Unabhängigkeit/Allparteilichkeit
der Mediatoren: die Mediatoren sind unabhängig von den Personen
und vom Gegenstand der Mediation. Sie begleiten die Beteiligten
unparteilich und ausgewogen.
Hauptanwendungsfelder der Wirtschaftsmediation
sind: Erbschaftsangelegenheiten, Unternehmensnachfolge,
interne und externe Konflikte in oder zwischen Unternehmen
Wann sollten Sie über Mediation - insbesondere
eine Wirtschaftsmediation - nachdenken?
Immer dann, wenn Sie Interesse daran haben, private
oder geschäftliche Beziehungen aufrecht zu erhalten, die
durch die Austragung des Konflikts auf andere Weise, also zum
Beispiel durch ein öffentliches Gerichtsverfahren zusätzlich
belastet oder gar beendet werden könnten.